Weniger Lieferantenaudits durch neue Normen

Standards sorgen in allen Branchen dafür, dass es eine Vorgehensweise gibt, die allgemein Anerkennung erfährt. Gremien bei der DIN und das Joint Committee von ISO und ASTM vereinen eine Vielzahl der relevanten Marktteilnehmer und sorgen bereits für ein gutes Angebot an Standards.

Wir engagieren uns in der Standardisierung der additiven Fertigung. So haben wir bei folgenden Standardisierungsprojekten die Führungsrolle übernommen:

  • DIN SPEC 17071 (voraussichtliche Veröffentlichung April 2019), Leitfaden für qualitätsgesicherte Prozesse bei additiven Fertigungszentren
  • ISO/ASTM PWI 52920, additive manufacturing – qualification principles – quality-assured processes for industrial AM centre.

 

Innerhalb der Standardisierungsprojekte gehen wir auf die Prüfungsinhalte ein, die eine gleichbleibende Bauteilequalität über verschiedene Aufträge hinweg, sowohl bei immer dem gleichen als auch bei verschiedenen Dienstleistern, adressiert. Die, aus technologisch und operativer Sicht, notwendige Qualitätskontrolle bildet einen gemeinsamen Nenner für Zusatzanforderungen. Dem gegenüber steht der Aufwand, insbesondere für kleine Unternehmen, eine korrekte Befolgung aller Normen zu gewährleisten und die Entwicklung neuer Standards im Blick zu behalten. In speziellen Branchen, wie zum Beispiel der Luftfahrtindustrie, sind darüber hinaus weitere Anforderungen definiert, bspw. zur Maschinenabnahme, Qualifizierung des Maschinenbedieners, Pulverprüfung, etc.

 

So werden zum Beispiel in der DIN SPEC 17071 alle qualitätsrelevanten Bereich eines additiven Fertigungszentrums betrachtet. Zu diesen zählen unter anderem:

  • Personal
  • Dokumentation der Arbeitsschritte
  • Infrastruktur
  • Qualifizierung von Anlagen, Material und Prozess

 

Eine Zertifizerung nach dieser Norm (z.B. die Additive Manufacturer Zertifizierung) hat eine Vielzahl verschiedener Vorteile für das gesamte Ecosystem. 

 

Vorteile im Marktumfeld industrieller AM-Fertigungstätten

Weniger Lieferantenaudits durch Auftraggeber
Gesicherte Reproduzierbarkeit
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Sichtbarkeit durch Positionierung als qualitativ hochwertige industrielle AM-Fertigungstätte

 

Vorteile im Produktionsumfeld industrieller AM-Fertigungsstätten

Unabhängiges Feedback durch unsere Fachexperten zur technologischen Leistungsfährigkeit des Unternehmens
Sicherstellung des aktuellen Stands der Technik durch regelmäßige Rezertifizierung auf Basis der jeweils aktuellen Normen
Begleitung bei der Einführung bzw. Einhaltung reproduzierbarer, transparenter, effizienter AM-Prozesse
Förderung der kontinuierlichen Verbesserung mit Best-Practice-Methoden im direkten Produktionsumfeld
Stabilisierte Prozesse für eine höhere Teilequalität und Verringerung des Ausschusses durch Implementierung der entsprechenden Qualitätssicherungsmaßnahmen

 

 Vorteile für Auftraggeber von AM-Bauteilen

Fachliche Prüfung der AM-Dienstleister im Hinblick auf ihren Stand der Technik
Vereinfachte Entscheidungsfindung bei der Lieferantenauswahl
Vereinfachung des Einkaufs- bzw. Bestellprozesses nicht sicherheitsrelvanter Bauteile - durch nicht mehr notwendige Lieferantenqualifizierungen 

 

 

 

 

  

 

  

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Foto von  Gregor Reischle

Gregor Reischle

TÜV SÜD

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