Fingerkraft Trainingsgerät

Das Fingerkraft Trainingsgerät wurde entwickelt, um die Möglichkeiten im Design mit Additive Manufacturing aufzuzeigen. Das Gerät besteht aus einem SLM-Bauteil, welches in einem Stück gedruckt wurde, und zweier Griffschalen aus Kunststoff.

Design eines AM-Bauteils

Die Konstruktion eines AM-Bauteils unterscheidet sich Grundlegend von der Konstruktion von Bauteilen anderer Fertigungsprozesse. Anders als in der mechanischen Fertigung wird nicht Material aus einem Klotz entfernt, sondern es wird nur dort Material aufgebaut, wo es wirklich nötig ist. Deshalb wird der Konstruktionsprozess mit einer Funktionsanalyse gestartet.

Was muss das Bauteil können?

Als Erstes soll man sich Gedanken über die eigentlichen Funktionen des Bauteils machen. Danach werden die Features modelliert, welche die Funktionen gewährleisten. Erst wenn die Aufbaurichtung bekannt ist, werden diese Kraftfluss- und Prozessgerecht miteinander verbunden. 

Zusätzliche Funktionen

Zusätzliche Bauteile machen Baugruppen teurer. Bei der Additiven Fertigung sind die Mehrkosten für weitere Funktionen im gleichen Bauteil aber relativ gering. Diese zusätzlichen Funktionen können schlussendlich den gesuchten Mehrwert schaffen. In unserem Produkt wurde als zusätzliche Funktion eine Kraftanzeige integriert. 

Stückzahl

Die Stückzahl entscheidet, wie viel man in die Optimierung stecken möchte. Bei einem einzigen Bauteil legt man dieses relativ flach in den Bauraum, damit nicht zu viele Schichten gedruckt werden müssen, die das Bauteil teurer machen. Bei Kleinserien wird eher darauf geachtet, möglichst viele Bauteile in einen Bauraum zu bringen. Die Höhe des Bauteils in z-Richtung ist kein Kriterium mehr, da die Kosten auf alle Bauteile verteilt werden.

Normen und Richtlinien berücksichtigen

Obwohl bei AM oft die grenzenlose Designfreiheit gepriesen wird, ist es wichtig, Normen und Richtlinien zu berücksichtigen. Darunter zählen zum Beispiel Gewindegrössen, Nietabstände, Mindestradien usw.

Herstellung des Metalbauteils des Fingerkraft Trainingsgerätes

Fertigungsverfahren: 

SLM (Selective Laser Melting), Metall 3D-Druck

Material:

Stahl 1.2709 (X3NiCoMoTi 18-9-5)

martensitaushärtbar

Wärmebehandlung

Warmauslagern, 6h, 510°C


Herstellung der Griffschalen

Fertigungsverfahren:

FDM (Fused Depostion Modelling), Kunststoff 3D-Druck

Material:

ABS

Nachbehandlung:

Schleifen & Lackieren

Weitere Informationen
Anwendungsbereich:
AM in der Ausbildung


Ihre Kontaktperson für dieses Produkt-Highlight
Foto von  Martin Amgarten

Martin Amgarten

Aceon AG

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